Der Anfang des Jahres kurzzeitig aufgeflammte literarische Protektionismus wird nochmal aufgegriffen. Im Fall Christian Kracht stößt das Internetportal südostschweiz.ch nun nocheinmal kräftig in ebendieses Horn: Der “umstrittene” Autor Christian Kracht, der sichtliche Wunden von den “heftigen Rassismusvorwüfen” davonträgt, heimst in Bern, also sozusagen der Wiege seiner schriftstellerischen Laufbahn, einen Literaturpreis ein (dotiert mit 10000 Franken, rund 8300 Euro). Der Kanton Bern “ehrt” den Autor für sein letztes Werk. Damit ist eingetroffen, was in obenangeführtem Beitrag schon angekündigt wurde. Kracht sieht recht zerknittert aus auf dem Foto.