Die tausend Welten des Jean Giraud: Der französische Künstler ist am 10. März in Paris gestorben. Bekannt wurde er durch die Cowboy-Cartoons “Blueberry” und seine Science-Fiction Kunst, die er unter dem Pseudonym Moebius veröffentlichte. Ich habe mich hier schon zu einem charakteristischen Bild von ihm bekannt, bei butdoesitfloat gibt es noch andere Bildstrecken mit Werken von Giraud. Möbius ist der Name eines deutschen Mathematikers, der die topologische Struktur eines ewigen Bandes beschrieben hat. Diese Struktur hat nur eine Fläche und eine Kante. In der Quantenchemie sind sogenannte “Möbius-Aromaten” mystische Moleküle mit besonderen Eigenschaften, die berechnet, aber nicht hergestellt werden können.

Andreas Platthaus, der auch eine Monographie über Moebius geschrieben hat, verabschiedet den Zeichner mit den Worten “Im Banne der Meisterschaft”. Tatsächlich ist man von seinen Werken gebannt. Giraud ist eine Chimäre mit (offensichtlichen) Anleihen von M.C. Escher und Surrealisten wie Dalí, seine Bilder sind vielfach im ligne-claire Stil gehalten. Giraud beeinflusste Raumanzüge, Marsstationen und ganze Planeten, etwa Tatooine.