Es ist kein dankbares Land, weder was das Politische angeht, noch in literarischer Hinsicht. Der Exilliterat Amir Hassan Cheheltan (geboren in Teheran, wo auch alle seine Bücher erscheinen) hat 2011 ein Buch vorgelegt, das in sechs Episoden über den Hass zwischen Amerika und Persien informiert: “Amerikaner töten in Teheran”

Der Roman liest sich wie Dokufiction und erinnert damit an Kehlmanns “Vermessung der Welt” oder Trojanows “Weltensammler”. Einige Rezensenten schreiben das stellenweise holprige Lesevergnügen den Übersetzern zu, obgleich ich finde, dass der ausdrucksstarke Stil den iranischen Hintergrund gut erahnen lässt. Eine Sprache wie ein Ausrufungszeichen, und so auch der Titel: ein literarischer Peitschenhieb!

Eine Leseprobe gibt es hier. Uneingeschränkte Empfehlung.