Leichte Londonregentropfen sprenkeln den Bildschirm, als ich mit einigen schnellen Fingerbewegungen “landed safely, honey” in die Flüssigkristallfläche hinter der Glasscheibe schreibe. In die tube, die Glastürme tauschen aus gegen alte Eisenwaggons und die Luftströme unter der Erde. Gesprächsfetzen, Parfümresiduen und der vermeintliche, schwer-erdige Geruch der letzten Bankendemonstranten.

Dann wieder Charlottenburg, an den Einkaufenden vorbeiziehen. Deftige Mandelschwaden von den Weihnachtsmärkten fluten die breiten Straßen zwischen den hohen, modernen Gebäuden. Die ersten Winterstürme brechen sich an den Fassaden der Geschäftshäuser.

Dann eine versteckte Straße zwischen Zionskirche und jüdischem Friedhof an der Schönhauser. Durch den Sturm, den schneidenden Regen, durch die Baustelleneinfahrt und einen unscheinbaren Hinterhof. Dunkles, mahagonifarbenes Parkett, ein Empfangsraum mit Mezzanin, eine gläserne Brüstung trennt den Balkon von dem Sofa- und Teppicharrangement auf der Stockwerksebene. Helle, schwere Toilettentüren und frisch verbautes, glänzendes Porzellan. Durch dieses warme entrée klingt die entkörperte Stimme des Vortragenden, die über versteckte Lautsprecher aus dem Konferenzraum übertragen wird. Sanftes Diplomatenenglisch.