Der Takt der Finanzmeldungen wird immer schneller. Da ist die Nachricht, dass das griechische Volk selbst noch über die Hilfspakete abstimmen muss (und, so wird hinter vorgehaltener Hand gelästert, sie womöglich ablehnt: Gibt es dann eine Intervention der Troika NATO-EZB-IWF ?) eine erfrischende Pause, ein retarding moment. Sollen sie doch! Uns kann schliesslich nichts mehr schocken, auch nicht, wenn die von nun an von den USA boykottierte UNESCO in Hellas 55,5 Milliarden zusätzliche Stimmberechtigte findet, oder hier in Deutschland das ein oder andere Bernsteinzimmer (zum Beispiel bei der HRE). Auch wenn alles schiefgeht: we sing on (nämlich: all there is after us is the songs that we play). Einige Bundesbürger (zum Beispiel: Marcus Jauer) erinnern rechtzeitig daran, dass in nicht allzuweit zurückliegenden Zeiten einfach kühl nachgerechnet und dann familieninsgesamt der Lada bestiegen wurde. Jauers “Danke!” ist ein äusserst lesenswerter Artikel, der mich ratlos zurücklässt. Eine Haltung, die inmitten der von Banken und Staaten umhergeschichteten Finanzberge keine schlechte Einstellung ist, wie mir scheint. In welchem Land steigen sie in zwanzig Jahren in den Mercedes? Und wieviele Griechen steigen gerade mit Kind und Kegel in ihren Toyota in Frankfurt Main?

Illustration von Kat Menschik