Es musste sich um etwas Neues handeln, etwas, das während meiner Zeit in Serbien aufgekommen war. Es war oft die Rede von underground-venues und Tischen mit soviel Musikhardware darauf, dass davon ein afrikanisches Dorf ein Jahr lang mit Wasser versorgt werde könnte. Auf jeden Fall tröpfelten im September und Oktober immer wieder vereinzelte Nachrichten über die Livesets im “Boiler Room” rein, einige Veranstaltungen fanden ja im Stattbad Wedding statt. Insgesamt wird viel mit Video gearbeitet, was ich aufgesetzt finde. Nichts ist bei einer Party überflüssiger als eine Videoaufzeichnung.
Aber gut, einige DJs liefern schon sehr gute Musik ab, allen voran Steffi. Man kann die Aufnahmen auch ganz konventionell als Podcast abonnieren. Ins Stattbad gelangt man, so wird gemunkelt, ohnehin nur noch, wenn man auf der Gästeliste steht, es sind schon Verhältnisse wie in Zürich. Aber wer möchte schon eine Puppe abgeben, die vor der Kamera herumwackelt?

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