Die serbische Luftwaffe übt gerne direkt über der Altstadt. Wir liessen uns davon nicht abschrecken und marschierten mit unseren Kameras durch die übriggebliebenen Ruinen von Belgrad, durch den zerstörten Flügel des prestigeträchtigen Hotel Yugoslavia, schlichen am Torwächter vorbei in das neu eingerichtete Casino im ersten Stock des intakt gebliebenen Haupttraktes und fanden uns schlieslich am Donauufer wieder, zwischen teuren Restaurants, den unvermeidlichen Sushi-Küchen und den ausladenden Kurbad-Stufen, auf denen die hohen politischen Gäste des Hotels einst bis in den Fluss steigen konnten. Durch die bewaldeten Weiten auf der Flussseite von Novi-Beograd schlenderten wir an entrückten Museen im sozialistischen Stil vorüber, an dem ehemaligen Regierungssitz Jugoslawiens mit seinen gargantuesken Ausmassen und überdimensionierten Straßenkreuzungen.

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