“I don’t know, man”, sagte er, als wir endlich auf der Terrasse und endlich – seit Tagen wieder einmal – in der Sonne sassen. “I remember this moment six years ago, when Craig Venter and that guy Collins stood there next to Bill Clinton and announced that the complete decoding of the human genome would be the major revolution in science history, a «day for the ages».”

“Aber es -“, wollte ich eben ansetzen zu erwidern, “ist doch noch heute, insbesondere durch die Decodiermaschinen, eine wichtige und wertvolle Technik.” Aber soweit kam ich nicht.

“In these days now, no one talks about genome decoding anymore, maybe Proteomics is a hot topic, but who knows for how long?”

Wir starrten über das Dächermeer des Universitätsgebäudes, das von kleinen Innenhöfen und Treppentürmen durchsetzt war, und auf dem Sonnenkollektoren die Sonne spiegelten. Mit unseren Kaffees in der Hand sahen wir aus wie erschöpfte Minenarbeiter, die ihre fünf Minuten an der frischen Luft genossen.

Langsam zeichnete sich vor mir ein genaueres Bild der Wissenschaft ab, das konturierter war als meine vorherige Vorstellung. Ich begann, eine haptische Komponente wahrzunehmen, eine Ebene der Vergänglichkeit. Paradigmen waren eben keine Hütten aus Zement, sondern bloss faltbare Bungalows, die schnell zusammengerauft werden konnten und leicht zu verstauen waren.