Was tut man, wenn die ersten Frühlingsstürme toben, wenn die Wassertropfen auf der Fensterscheibe seitwärts rutschen, wenn Hund und Herrchen zuhause bleiben und die Strassen wie leergefegt sind bei soviel Ratlosigkeit? Richtig, man steigt auf die Maschine für die erste Fahrt in diesem Jahr und fährt nach Mitte, um Lektüre zu besorgen. Darunter: Der grossartige Horst Evers und sein neustes Buch “Für Eile fehlt mir die Zeit”. Eine tolle Sammlung von verrückten Alltagsgeschichten, etwas moderner und un-spröder als die Kolumnen von Zippert. Dann noch einige Bücher zum Verschenken gegriffen und zurück ins Erdgeschoss. Im ersten Stock sehe ich schon von weitem Robert Beyer an einem der Informationsstände stehen, der Darsteller von Polonius an der Schaubühne. Ich flüstere ihm bei Vorbeigehen “Mehr Inhalt, weniger Kunst” zu. Er nickt verstehend.