«Wieder in diesen Traum. Den tiefen, dunklen, gefährlichen Traum.

Pelziger Mulch unter ihren nackten Füßen knackt mit jedem vorsichtigen Schritt, kleine Zweige und leere Samenhülsen kribbeln unter ihren Fußsohlen. Getöntes Sonnenlicht schweißt hoch oben Blatt an Stamm im dichten schlitzdurchschossenen lebendigen Blätterdach, färbt die gerillten Baumstämme bronzefarben, federt von den Früchten und Nüssen, die an den Zweigen hängen, verirrt sich im dichten Unterholz,regnet bernsteinfarben von den Bögen der Lianen. Die geheime Sprache der Insekten dringt wie ein hieratisches Summen an ihre Ohren, die Rufe der Vögel begleiten wie kryptische Weisungen ihren Weg. Feuchtschwüle Luft liebkost ihren – unbekleideten? Ja, gänzlich unbekleideten – Körper.»

Paul Di Filippo – Mund voll Zungen, übersetzt von Dietmar Dath