In dieser frühlinghaften Zwischenzone ist man sich nicht ganz sicher, ob die Turnschuhe und die Sommerjacke so recht passen wollen. Entscheidend ist aber die Stimmung: und die hat uns hier gerade den Wagemut eingeimpft. Die nächsten kalten Tage stehen schliesslich schon vor der Tür. Und so ein Wetterwechsel ist auch ganz angenehm, denn dann kann man mal wieder drüber reden.

Nachts fahre ich in der Häuserschlucht der Linienstrasse nach Osten, ein Kran hat seinen mit Lichterketten bewehrten Ausleger bei Feierabend so ausgerichtet, dass er nun mit den Fassaden der Gebäuden ein Tor bildet, ein leuchtendes Tor wie ein Überbleibsel von Weihnachten.

Den Vormittag verbringe ich wiedermal im Café Sloerm, einer holzigen Stätte in der Nähe mit wunderbarem Panoramafenster, wo nicht mehr diese zwanghafte style&Mutter-Gesellschaft hausiert wie noch im Sommer des vorletzten Jahres. Ich setzte mich dort neben meine Autorin, die unter viel Ach und Weh ihr Manuskript auf den Bildschirm bringt, während ich still die Seiten fülle. In unseren Denkpausen blicken wir uns an und bestellen noch einen Kaffee.