Mostar II

Amra erkannte mich wieder, sie kellnerte noch immer im Palmencafé in der Fussgängerzone. Wir sassen an manchem Abend bei ihr und tranken Rakija, es war angenehmer dort als in den zurechtgemachten anderen Bars, wo die Jugendlichen hingingen. Mostar war okay. Wir spielten viele Runden Stadt-Land-Politiker im Innenhof unseres Hostels, es gab dort einen kleinen Hund und zwei Spätkaufs, links und rechts die Strasse entlang. Den anderen Hostelgästen kamen wir naturgemäss nicht sehr nahe. Sie waren auf ihrem Trip, wir auf unserem. Nach drei Tagen fuhren wir weiter, durchquerten die Orangenhaine in der unwirklichen Grenzgegend, wo sich Kroation und die Herzegowina ineinander verschlingen. Ich kaufte eine Stange Drina. Bei der Busstation am Hafen von Dubrovnik wechselten wir schnell zum nächsten Transfer auf die Insel Korcula, wo wir bis zum Abflug nächtigen wollten.

Den Alibaba-Club bespielt der DJ zwar aus einem roten Vorhang heraus, es war dennoch total untheatralisch.